Geschichte von Tirol
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Die Anfänge Tirols und die Eingliederung in das Römische Reich
Bereits in der Altsteinzeit lebten Menschen im Gebiet des heutigen Tirols. In der La-Tène Zeit siedelten sich vor allem illyrische Völker in Tirol an. Der Süden war Siedlungsraum der italischen Veneter. Im Jahr 15 nach Christus marschierten die römischen Feldherren Tiberius und Drusus im Gebiet ein und teilten es auf die Provinzen Rätien und Noricum auf. Die wichtigsten Errungenschaften der Römerzeit in Tirol waren befestigte Straßen sowie die Entstehung der Sprache Rätoromanisch, einer Mischung aus Volkslatein und der ursprünglichen Sprache der ansässigen Völker. Nachdem das Weströmische Reich im Jahr 476 sein Ende fand kamen die Ostgoten, die Franken, die Langobarden sowie die Bayern ins Land.
Tirol im Mittelalter
Durch den Vorstoß der Bayern zwischen den Jahren 550 und 600 wurde das Tiroler Gebiet zum Großteil Teil des Herzogtums Bayern. Etwa zur selben Zeit fand die Christianisierung der in Tirol lebenden Menschen durch die Bischöfe von Trient und Brixen statt. Um die Route über den Brenner zu sichern, teilte Kaiser Konrad II 1027 das Bistum Trient vom italienischen Machtgebiet ab und gliederte es dem deutschen Teil des Reiches ein. Im 12. Jahrhundert kamen die so genannten Grafen von Tirol an die Macht, schufen die Grafschaft Tirol und machten sich unabhängig vom bayerischen Herzog. Als das Adelsgeschlecht der Grafen von Tirol ausstarb, wurde Graf Meinhard von Görz mit den Tiroler Gebieten beerbt. Nach den Meinhardinern kamen die Wittelsbacher und 1363 schlussendlich die Habsburger an die Macht, die diese nahezu durchgehend bis zum Ende des Ersten Weltkrieges innehatten. Die Habsburger erkannten die strategische Rolle Tirols – vor allem die Alpenpässe waren hier von großer Bedeutung. 1406 wurde Tirol aufgrund der Habsburger Erbteilungen zu einem selbständigen Landesfürstentum.
Die Tiroler Bauernaufstände und Napoleon
1525 kam es zu einem Aufstand der Tiroler Bauern, an dessen Spitze Michael Gaismair stand. Dieser Aufstand wurde jedoch nach kurzer Zeit niedergeschlagen. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts kamen wiederum die Bayern nach Tirol, konnten aber zurückgeschlagen werden. Nach der Niederlage gegen Napoleon musste Österreich Tirol aber wiederum an das Kurfürstentum Bayern abtreten. 1809 war ein turbulentes Jahr für die Tiroler – sie lehnten sich gegen die Bayern auf, es kam zum berühmten Tiroler Volksaufstand, der von Andreas Hofer angeführt wurde. Im Mai 1809 kam es zur Niederlage und Tirol wurde auf Italien, Bayern und die illyrischen Provinzen Frankreichs aufgeteilt. Jedoch wurde Tirol bereits 1814 wieder an Österreich angeschlossen.
Tirol während der Weltkriege und in der Nachkriegszeit
Aufgrund der Niederlage Österreichs gegen die Siegermächte des Ersten Weltkrieges musste das Gebiet südlich des Brenners – Südtirol – an Italien abgetreten werden. Die Gegensätze zwischen den nördlichen und südlichen Gebieten Tirols verschärften sich weiter, als der faschistische Mussolini und der nationalsozialistische Hitler an die Macht kamen. Die Grenze am Brennerpass blieb bestehen und besiegelte die endgültige Teilung von Nord- und Südtirol. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es wiederholte Versuche der Angliederung der deutschsprachigen Gebiete an den österreichischen Teil Tirols, diese blieben jedoch erfolglos. Schlussendlich erreichte Südtirol 1972 Autonomie.
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